Tag 1. Die Trägheit.

„Tu ab die Trägheit!“, sprach Virgil. „Wer immer
In Federn, unter Pfühlen säumt, erfuhr
Vom Licht des Ruhmes nie den holden Schimmer;
Und ohne Ruhm lässt seines Lebens Spur
Der Mensch auf Erden grade wie im Meere
Der Wellenschaum, wie Rauch in Lüften nur.
Steh auf denn, setz der Mattheit dich zur Wehre
Mit festem Mut, der siegt in jeder Schlacht,
Macht ihr euch frei von eures Leibes Schwere.
Was hilft’s, dass du entstiegest diesem Schacht?
Weit längre Stiegen gibt’s noch zu ersteigen.
Verstehst du mich? So nimm mein Wort in Acht.“

Dante Alighieri, Die Göttliche Kommödie

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