Tag 91. Leid.

Manchmal ist unser Leid sehr tief und echt, und wir stehen schweigend vor ihr, weil es für unseren Schmerz keine Worte gibt, nur ein Aufstöhnen. Die Nacht ist voller Mitleid, denn sie kann unsere Qual nicht lindern. Da nimmt sie uns bei der Hand und schwebt mit uns emport. Die kleine Welt zu unseren Füßen bleibt immer weiter unter uns zurück. Von den dunklen Schwingen der Nacht getragen, gelangen wir für einen Augenblick in die Nähe eines noch größeren Wesens, und in dem wunderbaren Licht dieser gewaltigen Gegenwart liegt das ganze menschliche Leben wie ein offenes Buch vor uns, und wir begreifen, dass Schmerz und Leid nur Gottes Engel sind.

Jerome K. Jerome: Drei Mann in einem Boot, ganz zu schweigen vom Hund!

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