Tag 139. Glück.

“Glück muss man haben. Haben muss man es, es kommt nicht zu einem. Glück ist eine Eigenschaft, wie die Nase, wie das Bein, wie der Arsch und alles andere; man hat es oder man hat es nicht. … “ …
Freilich darf man das Schicksal nicht berufen, und was da Don Manuel gesagt hatte, Glück sei eine Eigenschaft, das war vermessen. Er, Francisco, war nicht vermessen. Er war sich der dunklen Mächte bewusst, die immer um einen sind. Er bekreuzte sich in seinem Innern und dachte das alte Sprichwort: “Das Glück hat schnelle Beine, das Unglück hat Flügel.”

Lion Feuchtwanger: Goya

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2 Comments

  1. Spontan wollte ich gerade widersprechen – aber manchmal erlebt man Menschen, denen das Glück nachzulaufen scheint. Trotzdem, so will ich die Welt nicht sehen, so ist sie glaube ich auch nicht. Wir sind schon selbst mitverantwortlich, dann kommt etwas hinzu, dass man Glück oder Pech nennen könnte, solange man keine besseren Begriffe findet.

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    1. Nun, wie ist die Welt? Spannende Frage. Feuchtwanger hat goya hier ja auch widersprechen lassen – vielleicht gibt es verschiedene Arten von Glück: dasjenige, das ich selbst mit beeinflusse, weil ich was dafür tue (ob das nun gerade „Glück“ ist oder er_folg_e, mal dahin gestellt), und dasjenige (da denke ich jetzt an meinen Unfall), das einen einfach erwischt (oder sein Gegenteil einen trifft) – und selbst da kann man noch differenzieren, wenn man versucht, genau zu beschreiben, was das Glück war (nichts gebrochen) – oder doch kein Glück (damage is done) … very complicated!

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