Tag 210. vertun.

Bierbichler: Machst du auch mal eine Pause zwischendurch?
Schlingensief: Ja, ich setze mich zum Entspannen vor einen Film, aber ich gucke natürlich nur einen Film, den ich mag. Also wo ich latent spüre, das ist was.
Bierbichler: Damit du keine Zeit verlierst.
Schlingensief: Dabei entspanne ich mich aber.
Bierbichler: Jaja, schon klar. Aber du verlierst in dem Sinne keine Zeit wie ich, wenn ich TV sehe – die richtig furchtbaren Sachen, um sich zu delektieren an dem Erstaunen, dass es so etwas überhaupt gibt. Das ist eigentlich verlorene Zeit, trotzdem findet der Entspannungsprozess statt. Ich würde es als verlorene Zeit oder als Phase der bewussten Faulheit bezeichnen.

Engagement und Skandal, Bierbichler und Schlingensief im Gespräch

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6 Comments

  1. Verlorene Zeit… ich vermute mal, die wird nicht leicht zu definieren sein. Ich muss Dinge tun, die ich nicht tun will, das könnte verlorene Zeit sein, aber ich tue diese Dinge nicht nur für mich, sondern auch für andere – und ist das dann immer noch verlorene Zeit? Die Zeit, die vor dem schlechten Film verbracht wird, den ich sehen will… ja, die könnte ich selbst später als verlorene Zeit sehen.

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    1. vertane zeit vs. genutzter zeit – wie kommt man überhaupt darauf, das so einzuteilen? und trotzdem setzt es sich fest im gehirn und kontrolliert dein tun (oft ohne es ändern zu können – manchmal muss man halt einfach abschalten.)

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