Tag 221. Flecken.

Dummheit, Irrtum, Sünde, Geiz hausen in unserem Geiste
Plagen unseren Leib und wir füttern unsere liebenswürdigen Gewissensbisse
wie die Bettler ihr Ungeziefer nähren.
Störrisch sind unsere Sünden, unsere Reue schlaff
Wir lassen unsere Geständnisse uns reichlich zahlen
Und wandern fröhlich dann den Schlammpfad wieder zuversichtlich
Als wüschen feile Tränen all unsere Flecken ab.

Charles Baudelaire, Die Blumen des Bösen: aus: An die Leser

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