Tag 222. auskosten.

Eine kleine Zahl von Liebhabern ist es, Menschen, die niemals unbedacht vor sich hin gehen, die ihr Paris auskosten, die seine Physiognomie so genau kennen, dass ihnen eine Warze, ein Pickel, ein rotes Fleckchen an ihr auffällt. Den übrigen ist Paris ewig das monströse Wunder, eine erstaunliche Ansammlung von Bewegungen, Maschinen und Gedanken, die Stadt der hunderttausend Romane, das Haupt der Welt. Für jene aber, die ich meine, ist Paris traurig oder lustig, hässlich oder schön, lebendig oder tot; für sie ist Paris ein Lebewesen, jeder Mensch, jede Häuserzeile ein Stück des Zellgewebes der großen Kurtisane, deren Kopf, Herz und wunderliche Sitten sie bis ins letzte kennen.

Honoré de Balzac, Die Geschichte der Dreizehn, Ferragus

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