Tag 407. Genüge.

Er sagte noch: „Kein Mensch kann von mir verlangen, dass ich so eine zur Mutter meiner Kinder mache. Dafür hab ich zuviel soziales Gewissen.“ […]
Er hörte, gespannten Herzens, wie Herr Göppel die Tür öffnete und schloss, hörte ihn über den Korridor schleichen und das Geräusch der Flurtür. Nun war es aus – und da ließ Diederich sich vornüber fallen und weinte heftig in seinen halbgepackten Koffer hinein. Am Abend spielte er Schubert.
Damit war dem Gemüt Genüge getan, man musste stark sein.

Heinrich Mann, Der Untertan

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