Tag 408. ungefragt.

An langen Tagen sät man uns ungefragt
in jene krummen und geraden Linien,
und Sterne treten ab. Auf den Feldern
gedeihen oder verderben wir wahllos,
gefügig dem Regen und zuletzt auch dem Licht.

Ingeborg Bachmann, Aus: Sterne im März. In: Sämtliche Gedichte

Advertisements

6 Comments

  1. Meine Güte, Herr Zitter, diese Worte sind zu einer Essenz verdichtet… ein Tropfen davon und mein Herz läuft über… was für eine große Poetin, hab Dank, nicht auszudenken, wenn ich es nicht kennengelernt hätte! Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s