Tag 931. pendeln.

Der Vater sitzt starrblickend und unredselig am Abendbrot-Tisch. Er beißt und kaut, dass seine Kieferknochen knacken. Seine Gefühle pendeln zwischen den Seitenstreben seines Wesens, zwischen Furcht und Wut.

Erich Strittmatter, Der Laden
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6 Kommentare

      1. oh schön! 🙂
        nicht so leicht zu beantworten …
        eingestiegen bin ich mit „wider die natur“,
        da schreibt er über (die/seine) lieben …
        ich finde es grandios (lieblingsbuch)

        in „wider die kunst“ schreibt er über
        den tod seiner frau und seiner mutter und
        wie er mit seiner tochter danach zusammen-
        lebt, mit dem schreiben (erstmal) aufhört,
        ihr mutter und vater zugleich sein will und
        die tochter irgendwann die nase davon voll
        hat und ihn auffordert, wieder ihr vater zu
        sein und mit dem schreiben anzufangen …
        hat mir auch sehr gefallen, hat viel familiäres,
        „hintergründiges“ …

        „gehen“ fange ich erst an, liegt aber schon
        bereit … „die kunst ein poetisches leben zu
        führen“, darauf bin ich schon sehr gespannt

        „bergeners“, das buch ist das zuletzt heraus-
        gekommene, was mir vor ein paar tagen in der buchhandlung in die hände fiel und ich gekauft habe, weil „gehen“ nicht im laden
        war. „bergenerss“ enthält kurzgeschichten,
        notizen, lyrik und anekdoten.
        auf dem klappentext heißt es: „Bergeners“ ist
        eine ungewöhnliche liebeserklärung an den
        zwischen bergen und fjorden gelegenen heimatort tomas espedals. von new york bis
        berlin, immer wieder versucht tomas zu fliehen:
        vor dem trubel um seine person, vor der
        einsamkeit, vor sich selbst. jedes mal kehrt er aber zurück zu dem ort seiner kindheit, dem ort, der seine erinnerungen konserviert. meist sind es erinnerungen an die frauen, die der autor einst liebte.

        ich glaube, „bergeners“ ist das richtige. aber hör einfach auf dein gefühl, oder lese die bücher an und entscheide dann.

        hier der link zu einem sehr guten interview, auch über sprache und das schreiben

        https://stadtzottel.wordpress.com/2018/10/29/tomas-espedal/

        ich hoffe, das hat nun geholfen bei der entscheidungsfindung. 🙂

        würde mich freuen, davon zu hören, was draus geworden ist. 🙂
        liebe grüße von hier nach da.

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      2. bei dem wort „fjorde“ war ich bei bergeners, mit der flucht erinnert es mich an rinke, der aus dem moor floh, auch gutes buch, wenn auch die stadtepisoden etwas gewöhnlich sind, sobald er ins moor fährt, zieht es einen rein… vielen dank, da freu ich mich drauf und werde berichten!

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      3. schööööön, das freut mich sehr. ich bin so angetan von diesem, ich lese es ja gerade, es ist einfach toll. und das schöne ist eben, dass ich endlich auch seine gedichte lesen kann. zumindest ein paar.
        ich überlege schon seit ein paar tagen, wie ich das beschreiben soll, dieses lesen. eine erste annäherung und antwort von mir darauf lautete: „es ist nicht wie lesen, es ist wie ein gespräch.“
        ich finds wirklich ganz toll.

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