Tag 630. Nischtegutts.

Jäger. Das feine Sprechen hab‘ ich mer aso angewehnt, daß iich’s gar ni meh loon kann.

Mutter Baumert. Nee, nee, nu sag mir ock! aso a Nischtegutts, wie das gewest is, und kommt aso zu Gelde. Du warscht doch nie nich fer was Gescheuts zu gebrauchen; du konnt’st doch kee Strähnl hintereinander abhaspeln. Ock immerfort naus; Meesekasten ufstelln und Rotkätlsprenkel, das war dir lieber. Nu, is nich wahr?

Jäger. ’s is wahr, Muhme Baumert. Ich fing ni ock Kätl, ich fing ooch Schwalben.

Gerhart Hauptmann: Die Weber

Tag 261. Pflege.

Thiel erzählte nun, wie er Tobias einer alten Frau übergeben, die ihn einmal beinahe habe verbrennen lassen, während er ein anderes Mal von ihrem Schoß auf die Erde gekugelt sei, ohne glücklicherweise mehr als eine große Beule davonzutragen. Das könne nicht so weitergehen, meinte er, zudem da der Junge, schwächlich wie er sei, eine ganz besondere Pflege benötige.

Gerhart Hauptmann: Bahnwärter Thiel